24.01.2015

Treue und Tore zum Traumziel Aufstieg

Die FuWo führte David Wellner zum FCK Frohnau

Torgefährlicher Allrounder: David Wellner (FCK Frohnau II). Foto: Daske

Seit Beginn des Jahrtausends steht ein Spieler für die zweite Mannschaft des FCK Frohnau wie kein anderer: Kapitän David Wellner. Damals hatte sich der heute 33-Jährige entschieden, seinen Spaß am Straßenfußball in einer Vereinsmannschaft fortzusetzen. Mit zwei Freunden suchte sich der zu diesem Zeitpunkt angehende Maler und Lackierer im Sommer 2000 erstmals einen Verein. Es sollte einer sein, der einem die Chance gab, zum Einsatz zu kommen – und einer, der dem Trio gefallen würde.

Aus der damals aktuellen Ausgabe der „Fußball-Woche“ wurden einige Klubs in die engere Auswahl genommen. Michael Graefe, der 2000 Coach der 1. Mannschaft des FCK Frohnau war, lud die Interessenten zum letzten Saisonspiel ein, bei dem gleichzeitig der Aufstieg in die Kreisliga B gefeiert wurde. Wellner und seinen Freunden gefiel die familiäre Atmosphäre im Verein auf Anhieb. Schnell waren die Eintrittsformulare unterschrieben. Als Vereinsanfänger begann Wellner in der zweiten Mannschaft des FCK (das „K“ steht für Karaburan) – und spielt dort, bis auf einige Aushilfen in der 1. Mannschaft, noch heute.

Sonderlob vom Trainer

Wellner nahm viele Jahre auch den weiten Weg von seinem früheren Wohnort Friedenau bis zum an der Grenze von Hermsdorf und Frohnau gelegenen Sportplatz Heidenheimer Straße in Kauf. Inzwischen ist er im Wedding zu Hause, was die Anfahrtszeit zum Training deutlich verkürzt. Sein Einsatz für die Mannschaft ist vorbildlich, denn Wellner gehört zu den zuverlässigsten Akteuren von Trainer Andreas Giesel. Aber nicht nur deswegen ist Giesel voller Lob. „David ist die zentrale Stütze der Mannschaft. Seine soziale Kompetenz ist sehr ausgeprägt.“ Seine Akzeptanz im Team, insbesondere auch bei den jungen Spielern, trägt laut Giesel wesentlich zum bisher erfolgreichen Abschneiden in dieser Spielzeit bei. Seine fußballerischen Stärken sind sein sauberes Passspiel, das Auge für den Mitspieler und seine lobenswerte Laufbereitschaft.

Auch die bisher 14 Tore des Allrounders tragen dazu bei, dass man beim FCK Frohnau vom Wiederaufstieg in die Kreisliga B träumt. Diesen hatte Wellner 2007 schon einmal erreicht. Zuvor hatte FCK II in den Kreisligen C bis E gespielt. Nach mehreren Jahren Abstiegskampf in der B-Klasse kam der absolute Tiefpunkt: 2013 erfolgte die Rückkehr in die Kreisliga C mit null Punkten. „Das war eine harte Zeit“, resümiert Wellner heute. Auf der einen Seite waren die Mitspieler und Trainer seine Kumpel, mit denen er viel Spaß beim Training und somit Abwechslung vom harten Berufsalltag als Straßenbauer hatte. Auf der anderen Seite standen die bitteren Erfahrungen in den Punktspielen, die teilweise mit zweistelligen Niederlagen endeten. „Das war sehr frustrierend, aber nach einem Tag war der Ärger auch schon wieder verflogen,“ erzählt Wellner – und blieb auch in der dunkelsten Stunde seiner Mannschaft treu.

David Wellner will auch in den kommenden Jahren beim FCK in der Zweiten spielen: „Solange der Körper es eben mitmacht.“ Vier Jahre sollten vor der Seniorenfußballzeit auf jeden Fall noch drin sein, denn beim FCK gibt es zurzeit keine A- und B-Jugend, so dass erst dann wieder mit Nachfolgern aus dem Nachwuchs zu rechnen sein wird. Zunächst aber soll der Aufstieg in die Kreisliga B geschafft werden – möglichst mit weiteren Toren von David Wellner.

Von Kilian Daske

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