08.12.2014

Regionalliga: BFC Dynamo - Carl Zeiss Jena

Christopher Mandiangu trifft wie versprochen

Es war keine Minute in der zweiten Halbzeit gespielt, da war Christopher Mandiangu nicht mehr aufzuhalten. Der Offensivspieler des BFC Dynamo hatte soeben das 2:0 für seine Mannschaft erzielt und kannte nur ein Ziel, Thomas Stratos. Seine jubelnden Mitspieler ließ Mandiangu hinter sich, zeigte auf seinen Trainer und sprang ihm in die Arme. Dem Sommerneuzugang war nach seinem ersten Saisontor die Erleichterung förmlich anzusehen. „Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn an Toren messe und er hat mir heute eins versprochen. Das hat ganz gut geklappt“, sagte der hochzufriedene Stratos nach dem Prestigeduell schmunzelnd.

Und der BFC hatte auch sonst allen Grund zur Freude. Gegen den einstigen Rivalen zeigten die Hohenschönhauser eine hervorragende Leistung. Die Gäste fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und sind in dieser Form meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt. „Wir haben über 90 Minuten nicht stattgefunden und hochverdient verloren. Selbst in der Höhe ist das Ergebnis für uns noch schmeichelhaft“, nahm Jenas Trainer Karsten Hutwelker kein Blatt vor den Mund.

Während die Berliner immer wieder im richtigen Moment energisch pressten und nach der Balleroberung schnell umschalteten, wirkte Jena lust- und kraftlos. Obwohl die Thüringer bei eigenem Ballbesitz durch das Vorrücken der offensiven Außen fast mit vier Spielern auf einer Höhe agierten, waren die Angriffsbemühungen einfallslos und ungefährlich. Der Spielaufbau der Gäste war viel zu behäbig und im letzten Drittel kam kaum ein Pass beim Mitspieler an, so dass die Dynamo-Abwehr keine Probleme hatte, die Bälle abzufangen und die überfallartigen Gegenangriffe einzuleiten. Torwart Nico Hinz war lange Zeit beschäftigungslos und musste in der 71. Minute erstmals eingreifen, als Tom Geißler einen Freistoß über die Mauer schlenzte.

Da stand es bereits 3:0 für den BFC, der durch Björn Brunnemann (40.) und Mandiangu (52.) hochkarätige Chancen für weitere Treffer besaß. „Wir haben schnell und direkt gespielt und wunderschöne Tore geschossen“, freute sich Stratos. Selbst nach dem Ehrentor machte Jena nie den Eindruck, die Niederlage noch abwenden zu können. Ganz im Gegenteil: Dynamo nutzte die Räume im Mittelfeld zu gefährlichen Kontern, ließ in der Schlussphase aber die Genauigkeit beim finalen Pass vermissen.

BFC Dynamo – Carl Zeiss Jena 3:1 (1:0)

BFC: Hinz – Mannsfeld, Wolf, Saalbach, Köhne – Brunnemann, Putze – Mandiangu (62. Zurawsky), Preiß, Novy (90.+2 Rehbein) – N'Diaye (77. Gutsche).
JENA: Koczor – Grösch, Klippel, Becken, Löser – Eismann (79. Hettich), Geißler – T. Schmidt, Eckardt (46. Banaskiewicz) – Jovanovic (71. Böhler), Wiezik.
SR: Rohde (Rostock) – z.Z.: 1581.
TORE: 1:0 (6.) Köhne, zieht von der Strafraumgrenze ab und profitiert davon, dass Grösch und Klippel den Ball unhaltbar abfälschen; 2:0 (46.) Mandiangu, schiebt nach einem perfekten Angriff über N'Diaye und Putze freistehend ein; 3:0 (57.) Novy, steht nach Vorarbeit von N'Diaye frei vor Torwart Koczor und schlenzt den Ball ins rechte Eck; 3:1 (73.) Geißler, bugsiert den Ball nach einem groben Torwartfehler von Hinz über die Linie.
GELBE KARTEN: Mandiangu, Mannsfeld, Saalbach – Becken, Eckardt, Eismann, Klippel.
BESTE SPIELER: Novy, Köhne, Putze, Wolf – keine.

Von Julian Graeber

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