07.05.2014

Mann der Woche: Der Mätsch(ke)-Winner

Offensiv-Allrounder Dennis Mätschke von der SSG Humboldt glänzt als achtfacher Torschütze

Wehe, wenn er in Torlaune kommt: Dennis Mätschke (li.) von der SSG Humboldt schoss den 1. FC Marzahn II mit acht Toren fast im Alleingang ab. Foto: JouLux

Dass ein Sieg zweistellig ausfällt, kommt in unterklassigen Gefilden schon mal vor. Wenn ein Spieler dabei jedoch acht Tore erzielt, lässt das auch in der Kreisliga B aufhorchen. Fertig gebracht hat dieses Kunststück jüngst Dennis Mätschke von der SSG Humboldt. Den FuWo-Titel „Mann der Woche“ hat er sich damit redlich verdient.

Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles gelingt. In der 6. Abteilung der Kreisliga B traf Dennis Mätschke am vergangenen Sonntag nach Belieben – und schoss seine SSG Humboldt gegen den 1. FC Marzahn II mit acht (!) Toren zu einem mehr als deutlichen 11:0-Erfolg. Der Angreifer hatte wohl etwas Nachholbedarf. „In einigen Spielen vorher hat Dennis nicht getroffen“, sagt SSG-Trainer Burckhard Kersten. „Endlich hat er seine Torjägerqualitäten wieder unter Beweis gestellt.“

In nur zwei Spielen zu 14 Toren

Der Mätschke-, pardon, Matchwinner will seine Leistung allerdings nicht allzu hoch hängen. „Marzahn war sicherlich kein überragender Gegner“, meint der 28-Jährige. Kurios: Die meisten seiner nunmehr 19 Saisontore hat Mätschke in nur 180 Minuten zustande gebracht. Vor seiner neuen Bestmarke gegen Marzahn erzielte der Student bei einem 7:0-Sieg gegen den MSV Normannia 08 II bereits sechs Treffer.

In puncto Konstanz hat Mätschke also durchaus noch Luft nach oben. Dafür hat er andere Stärken. Er selbst beschreibt sich als „schussstark“, sein Coach schätzt neben dem starken „Zug zum Tor“ auch die gute Defensivarbeit seines Mannschaftskapitäns. „Dennis hat sich in dieser Saison zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt“, sagt Kersten. Und das, obwohl Mätschke bis dahin nur in der zweiten Mannschaft aufgelaufen war.

Umschüler Mätschke war früher Torwart

Ebenfalls bemerkenswert: Eigentlich ist der Offensiv-Allrounder gelernter Torwart. In der Jugend stand Mätschke beim 1. FC Union und Lichtenberg 47 zwischen den Pfosten. Mit seinem Wechsel zur SSG Humboldt vor fünf Jahren wechselte er dann aber auch gleich die Position. „Ich glaube, ich habe dadurch ein ganz gutes Auge dafür, wie sich ein Torwart bewegt“, sagt Mätschke. So auch bei seinem Treffer zum 3:0, als er einen Stellungsfehler des FC-Keepers ausnutzte und den Ball fast von der Grundlinie ins Tor bugsierte.

In der laufenden Spielzeit möchte der Stürmer gerne an der 25-Tore-Marke kratzen. Sein Verein würde es ihm sicherlich danken, schließlich spielt die SSG als Tabellendritter nach wie vor um den Aufstieg mit. In den kommenden Wochen stehen reihenweise Duelle gegen direkte Konkurrenten an, insofern wären Mätschkes Tore fortan weit wichtiger als bei einem klaren 11:0-Sieg. „Vielleicht“, sagt Trainer Kersten, „hat er ja gerade rechtzeitig zu seiner Topform gefunden.“

Von Jörn Lange

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