05.11.2014

Leicht und locker zum Sieg

Viktoria bleibt beim Spitzenreiter Zwickau frei von jeglicher Torgefahr

Beim heimstarken FSV Zwickau war für den FC Viktoria im sechsten Auswärtsspiel nichts zu holen. Die Berliner unterlagen bei sehr angenehmem Herbstwetter in Westsachsen klar mit 0:3. „Die erste Halbzeit ist uns im Ansatz ja noch ganz gut gelungen. Doch gab es da schon kaum Entlastung im Spiel nach vorn. Es ist natürlich besonders bitter, dass die Tore eins und zwei so kurz vor und nach der Pause gefallen sind. Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht und waren einfach unachtsam. Und: Die Haltung meiner Mannschaft hat mir nicht gefallen“, gestand Gäste-Trainer Thomas Herbst.

Dem 1:0 von Kapitän Toni Wachsmuth, der einen Linksschuss von Christoph Göbel aus sieben Meter erfolgreich zur 1:0-Führung verlängerte (44.) folgte nach Wiederbeginn durch Stürmer Oliver Genausch per Kopf das 2:0 (47.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Marc-Philipp Zimmermann ebenfalls per Kopf, als er einen Freistoß von Patrick Göbel verwertete (61.). „Das 0:1 war unglücklich, das zweite Tor hat uns dann das Genick gebrochen. Die beiden FSV-Außenverteidiger haben viel Druck nach vorn gemacht. Beim 0:3 hätte ich etwas aggressiver sein müssen und zuvor haben wir als Mannschaft beim 0:2 gepennt“, meinte der 1,93 m groß gewachsene FC-Keeper Martin Gromotka, der den an einer Schulterverletzung laborierenden Stammschlussmann Marcus Rickert vertrat.

„Wir haben uns nur wenige Chancen herausgespielt und konnten keine Akzente nach vorn setzen“, meinte Mittelfeldmann Robert Schröder. Offensiv brachten die Berliner wenig bis nichts zustande. Man kam zu keinem Eckball. Nach der Pause bekam FSV-Keeper Marian Unger keinen einzigen Ball auf sein Tor. Damit baute er seine Erfolgsbilanz auf nun bereits elf gegentorlose Partien in zwölf Spielen aus. Stark.

Für Viktoria bedeutete die Niederlage den Absturz auf den vorletzten Rang. Und ein Blick auf das Restprogramm der Hinserie macht nicht wirklich Mut. Heimspiele gegen Nordhausen und die wiedererstarkten Magdeburger. Dazu das Stadtderby beim Berliner AK. Doch Trainer Thomas Herbst hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sein Team schnell die Kurve bekommt. „Ein Erfolgserlebnis und die Welt kann schnell anders aussehen.“ Damit der erste Heimsieg gelingt, muss vordringlich in der Offensive zugelegt werden. Nicht helfen gegen Nordhausen kann dabei Maximilian Watzka, der in der Endphase des bereits entschiedenen Spiels den Ampelkarton erhielt.

FSV Zwickau – FC Viktoria 89 3:0 (1:0)

FSV ZWICKAU: Unger – P. Göbel, Mai, Paul, C. Göbel – Wachsmuth – Grandner (46. Frick), Stiefel (77. M. Baumann), Röhr – Genausch, Zimmermann (70. Morosow).
VIKTORIA: Gromotka – Lensinger (74. Austermann), Laletin, Morack, Ahmetcik – Kruschke, Schröder, Watzka, Ergirdi - Özcin (46. Fritsche), Stachnik (65. Huke).
SR: Ostran (Eisenach) – Z: 1440.
TORE: 1:0 (44.) Wachsmuth, 2:0 (47.) Genausch, 3:0 (61.) Zimmermann.
GELBE KARTEN: C. Göbel, Wachsmuth - Morack, Kruschke, Watzka.
GELB-ROTE KARTE. 80. Watzka (wiederholtes Foulspiel).
BESTE SPIELER: Mai, Wachsmuth, Zimmermann.

Von Reiner Thümmler

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