15.03.2020

Drumbo Cup: Zwei neue Titelträger gesucht

Am Mittwoch steigt in der Sporthalle Charlottenburg das große Finale des Drumbo Cups

Starker Auftritt: Torhüter Berat Ispirli (rechts) von der Aziz-Nesin-GS (l. Ismail Büyüksahin). Foto: contrast

Findet das große Finale des 46. Drumbo Cups der Commerzbank statt oder muss es abgesagt werden? Nach dem Stand vom Wochenende ist die Frage eindeutig beantwortet: Ja, die Final-Endrunden der Mädchen und Jungen gehen am kommenden Mittwoch (11. März) in der Sporthalle Charlottenburg über die Bühne. Sollte sich die Lage in Sachen Coronavirus allerdings unerwartet zuspitzen, ist auch eine kurzfristige Absage des Turniers nach wie vor nicht ausgeschlossen.

Abzuwarten bleibt, wie groß der Zuschauerzuspruch ausfallen wird. Im Vorjahr kamen weit über 1000 Besucher und sorgten für eine großartige Atmosphäre. Und auch diesmal werden sicherlich wieder viele Familien, Freunde und Mitschüler die Spielerinnen und Spieler der vier Mädchen- und sechs Jungen-Teams im Kampf um die Krone des 46. Drumbo Cups lautstark unterstützen.

Die Titelverteidiger, die Evangelische Schule Pankow und die Spandauer Eichenwald-Grundschule, sind bereits ausgeschieden, gesucht werden also zwei neue Titelträger. Nach der Begrüßung durch den Hallensprecher Sven Stoecklein werden ab 9.30 Uhr die Jungen mit zwei Dreiergruppen G und H ins Turnier starten, die beiden Erstplatzierten spielen nach den Mädchen die beiden Semifinals über Kreuz aus. Die beiden Halbfinals der Mädchen der Grundschule an der Wuhlheide gegen die Grundschule am Sandsteinweg und der Grundschule am Rüdesheimer Platz gegen die Linden-Grundschule steigen ab etwa 10.45 Uhr.

Das Feld bei den Jungen scheint sehr ausgeglichen besetzt, ein Favorit ist nur schwer auszumachen. Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ beim letzten Turnier der Final-Vorrunden die Gesundbrunnen-GS, die die Gegner förmlich überrollte. Sportlehrer Klaus Joachim hat eine ganz starke erste Fünf zur Verfügung. Die Hoffmann-von-Fallersleben-GS lebt vom Teamgeist, die kleinen, wuseligen Angreifer wie Ilay Zuchowski und Nils Jarke strahlen Torgefahr aus, in Keeper Damian Müller hat das Team einen großen Rückhalt. Der GS am Buntzelberg fehlten bedingt durch eine Klassenreise in der Final-Vorrunde noch einige Spieler des älteren Jahrgangs – somit ist der Bezirkssieger aus Treptow-Köpenick durch die Verstärkungen in der Endrunde wohl noch stärker einzuschätzen.
Als verschworene Einheit präsentierte sich die Bernd-Ryke-GS und hat in den Torjägern Philipp Lewicki und Jonas Darraj wichtige Stützen. Defensiv und konditionell stark sowie mit einem effektiven Angriffspressing, ist die Quentin-Blake-GS für jeden Gegner unangenehm zu bespielen. Erstmals in der Endrunde steht die Aziz-Nesin-GS, die ausgeglichen besetzt ist und begeistert Fußball spielen kann.

Bei den Mädchen sind die GS an der Wuhlheide und die Linden-GS wohl die Favoritinnen. Die Linden-GS um ihre Torjägerin Pia Pantel (U12-Auswahlspielerin) ist sehr ausgeglichen besetzt. Die GS an der Wuhlheide lebt vor allem von ihrer U12-Auswahlspielerin Leonie Pelka, die als Libero mit kraftvollen Vorstößen vorn für Tore sorgt. Zu beachten ist auch die GS am Sandsteinweg, die mit Leni Steinweg die stärkste Torhüterin zwischen den Pfosten hat. So bleibt der GS am Rüdesheimer Platz eher eine Außenseiterolle, mit der es sich bekanntlich gut leben lässt.
Es ist also angerichtet für zwei spannende Turniere – freuen wir uns also auf den Showdown am kommenden Mittwoch vor hoffentlich großer Kulisse.

Von Michael Sauer

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