17.07.2018

Peter-Hanisch-Turnier: Viktoria 89 sagt ab

Viktoria 89 (am Ball Marco Schikora) hat seine Teilnahme am Peter-Hanisch-Gedächtnisturnier kurzfristig abgesagt. Foto: JouLux

Das sportliche Highlight in der Saisonvorbereitung war angerichtet: Plakate im Bezirk ausgehangen, eine Anzeige in der Fußball-Woche geschaltet, Programmhefte gedruckt, Sponsoren eingeladen. Erstmals sollte das Peter-Hanisch-Gedenkturnier mit fünf Mannschaften ausgetragen werden, und dies in einer sehr attraktiven Besetzung. Statt der üblichen vier Teams hatte in letzter Sekunde und auf eigenen Wunsch der FC Viktoria 89 sein Kommen avisiert. Kein ganz einfaches Unterfangen für Zehlendorfs Teamleiter Jürgen Hain, der nicht nur den ursprünglichen Spielplan (Halbfinale, Spiel um Platz 3, Finale) umstellen musste. Partien waren bei einem neuen Modus „Jeder-gegen-Jeden" über 90 Minuten nun nicht mehr möglich, es hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen. Nach Rücksprache mit den anderen Teilnehmern SFC Stern 1900, BFC Preussen und Blau-Weiß 90 einigte man sich auf eine Spielzeit von 2x30 Minuten. Nicht jeder Verein und Trainer war damit ganz glücklich, es stimmten aber schließlich doch alle zu, weil die Zusammensetzung zu reizvoll war.

Und nun das: Der FC Viktoria 89 sagte eine knappe Woche vor dem Turnier seine Teilnahme ab. Man verlängert stattdessen sein Trainingslager um zwei Tage. Sicherlich kein ganz professionelles Verhalten für einen Verein mit so hohen Ambitionen. Kein Wunder, dass auf Seiten der anderen Vereine nur Kopfschütteln herrscht. Auch für den Veranstalter FC Hertha 03 Zehlendorf keine einfache Situation, sind dem Klub im Vorfeld doch einige Kosten für die Bewerbung des Turniers entstanden - ganz abgesehen einmal vom Einnahmeverlust an den beiden Spieltagen.

Und nicht zuletzt sind die Zuschauer die Leidtragenden, die sich auf eine spannende Veranstaltung gefreut hatten und sich einen Eindruck verschaffen wollten, wie es mit dem durch einen chinesischen Investor unterstützten Verein vorangeht.

Nichtsdestotrotz ist immer noch genügend Qualität vorhanden: Die in den letzten Jahren immer im Vorderfeld der Berlin-Liga platzierten Stern 1900 und BFC Preussen sowie Oberliga-Aufsteiger Blau-Weiß 90, der ja immerhin auch ein ehemaliger Bundesligist ist, sind Grund genug, das Turnier zu besuchen. Die Ansetzungen lauten nun:

Sonnabend
12 Uhr: Stern 1900 - Blau-Weiß 90
14 Uhr: FC Hertha 03 - BFC Preussen

Sonntag
12 Uhr: Spiel um Platz 3
14 Uhr: Finale

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