31.10.2014

Regionalliga: Ziemlich beste Feinde

BFC Dynamo empfängt am Sonntag zum prestigeträchtigen Derby den Stadtrivalen Berliner AK

Stein des Anstoßes: Süleyman Kapan trifft am Sonntag mit dem Berliner AK auf den BFC Dynamo – auf jenen Verein also, zu dem er eigentlich wechseln wollte. Foto: JouLux

Das Regionalliga-Derby zwischen dem BFC Dynamo und dem Berliner AK am Sonntag im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark steht unter besonderen Vorzeichen. Vor allem die Verantwortlichen des BFC machen aus ihrer Abneigung gegenüber dem Kontrahenten keinen Hehl. Dynamo-Trainer Volkan Uluc geht dabei rigoros vor.

Da steckt eine gehörige Portion Brisanz drin: Wenn am Sonntag in der Regionalliga der BFC Dynamo den Berliner AK empfängt (13.30 Uhr, Jahn-Sportpark), treffen nicht nur einfach zwei Stadtrivalen aufeinander. Die gegenseitige Abneigung könnte kaum größer sein, zwischen beiden Klubs herrscht momentan Funkstille. Vor allem der BFC Dynamo macht aus seiner Antipathie keinen Hehl.

„Der BAK ist für mich der unbedeutendste Verein Berlins“, sagt Dynamo-Trainer Volkan Uluc, der einst selbst Coach der Moabiter war (2002/03 und 2004/05). Schon vor Saisonbeginn kündigte er an, keine gemeinsame Pressekonferenz mit Verantwortlichen des Berliner AK abhalten zu wollen.“ Dabei bleibt es: „Zur Pressekonferenz nach dem Spiel wird mein Assistent Martino Gatti gehen“, sagt er rigoros.

Streitfall Süleyman Kapan

Woran liegt es, dass das Tischtuch zwischen beiden Klubs zerschnitten ist? Eine große Rolle spielte im vergangenen Sommer die Personalie Süleyman Kapan. Der Angreifer hatte bereits einen gültigen Vertrag beim BFC Dynamo unterschrieben, der DDR-Rekordmeister freute sich über einen namhaften Neuzugang. Dann machte Kapan jedoch eine Rolle rückwärts. „Der BAK hat hinter unserem Rücken mit dem Spieler verhandelt, das ist ganz schlechter Stil“, sagte Uluc seinerzeit. Ergebnis: Plötzlich wollte Kapan unbedingt nach Moabit, Dynamo ließ ihn schließlich ziehen. Man wolle nur Spieler, die sich mit dem BFC identifizieren, sagte Uluc.

Dies ist auch der Grund dafür, warum Innenverteidiger Philipp Haastrup beim BFC keine Rolle mehr spielt. Auch er soll heimlich mit einem anderen Klub verhandelt haben – und zwar mit dem BAK. Uluc bekam davon Wind und stellte Haastrup frei.

So bleibt zu hoffen, dass trotz all dieser Scharmützel das Sportliche nicht zu kurz kommt. Beide Mannschaften trennt in der Tabelle lediglich ein Punkt, der Sieger darf weiter nach oben schielen. Zuletzt unterlag Dynamo dem Tabellenführer Wacker Nordhausen 0:2, der BAK holte bei Carl Zeiss Jena ein achtbares 0:0-Unentschieden. Seit Özkan Gümüs Trainer der Moabiter ist, gibt es einen unverkennbaren positiven Trend. Setzt sich dieser am Sonntag fort?

Alles zum prestigeträchtigen Derby zwischen dem BFC Dynamo und dem Berliner AK lesen Sie wie gewohnt am Montag in der Printausgabe der „Fußball-Woche“.

AK

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