Start Serie Vor 40 Jahren „Grune“ schaltete schnell

„Grune“ schaltete schnell

Bei der Neuköllner Tasmania hatte man allergrößte Mühe, den Schreck über den missratenen Saisonstart zu überwinden. Die 2:4-Niederlage im ersten Spiel bei Blau-Weiß 90 hinterließ jedoch keine bleibenden Folgen, denn sechs Wochen später hatten die Neuköllner wieder Anschluss gefunden zum Spitzenreiter Blau-Weiß. Sie taten sich allerdings schwer beim Außenseiter Rapide Wedding. In der Ungarnstraße hing der Sieg nach einer 1:0-Führung lange am seidenen Faden.

Ausgerechnet der vom Torwart zum Stürmer umfunktionierte Grunenberg befreite seine Mannschaft aus der Bredouille. Erst in der 77. Minute eingewechselt, schaltete er nur drei Minuten später vor dem Rapide-Tor schneller als alle seine Kollegen und stieß den Ball zum 2:0 ins Tor.

Im Spitzenspiel empfing Blau-Weiß 90 im Tempelhofer Friedrich-Ebert-Stadion Tennis Borussia. Die von Trainer Fritz Schollmeyer betreuten Tennis Borussen wollten es in der neuen Saison unbedingt besser machen als in der Spielzeit zuvor, als sie die Aufstiegsrunde zur Bundesliga hinter Tasmania und Wacker 04 ver-passt hatten. Aus dem Westen vom VfL Witten hatten sie sich mit Zwetkow einen neuen Mittelstürmer besorgt. Der schoss in Tempelhof vor 3000 Zuschauern gegen Blau-Weiß auch gleich das erste Tor. Aber noch vor der Pause schafften die Blau-Weißen durch Hausmann den Ausgleich und bei diesem 1:1 blieb es bis zum Schlusspfiff.

Mit dem Unentschieden war man bei TeBe letztlich sogar zufrieden. Den Zorn der „Veilchen“ erregte nur der Blau-Weiß-Mittelstürmer John. Dessen Vergehen: Er war den Borussen-Torwart Axel Lange ziemlich rüde angegangen. Trainer Schollmeyer rannte daraufhin erbost aufs Feld und beschimpfte John mit etlichen Kraftausdrücken. Johns Foul war wohl auch Ausdruck seiner Enttäuschung über seine Wirkungslosigkeit gegen seinen unerbittlichen Gegenspieler Mulack. Der rettete TeBe ebenso wie Torwart Lange das verdiente Unentschieden.

Zum Quartett der Favoriten gehörte auch weiterhin Wacker 04, obwohl die Reinickendorfer im Heimspiel gegen TuS Wannsee nur ein dürftiges 1:0 schafften. Der nach Halbzeit eingewechselte Heinrich schoss das entscheidende Tor, nachdem zuvor noch Lunenburg mit einem Foulelfmeter am überragenden Wannseer Schlussmann Tzscheetzsch gescheitert war.

Nach sieben Spieltagen führte Blau-Weiß 90 trotz des ersten Punktverlustes die Tabelle mit 13:1 Punkten an, allerdings nur ganz knapp vor Tennis Borussia und Tasmania mit je 12:2 Zählern. Vierter war Wacker mit 9:5 vor dem Spandauer SV, der mit 9:7 Punkten schon einiges an Boden verloren hatte. Die   Schlusslichter bildeten Rapide Wedding (4:10 Punkte), Alemannia 90 (3:9), TuS Wannsee (3:11) und Meteor 06 (2:12). Günter Weise

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(Ausgabe Nr. 39)

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Aktualisiert (Donnerstag, 29. September 2011 um 08:25 Uhr)

 
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