Start Serie Vor 40 Jahren Rahn-Wirbel am Wedding

Rahn-Wirbel am Wedding

Einst waren die sogenannten Prominentenspiele für viele Schaulustige eine Attraktion. Sepp Herberger sah es allerdings nicht so gern, wenn seine Weltmeister von 1954 noch einmal in Aktion traten. Natürlich hatten einige von ihnen körperlich zugelegt und die Verschnaufpausen waren nicht zu übersehen.

Aber der Platz an der Weddinger Ungarnstraße platzte aus allen Nähten, weil fünf aus der Weltmeister-Mannschaft nach Berlin gekommen waren: Turek, Liebrich, Eckel, Schäfer und Rahn. Auch Fritz Walter war erschienen, saß mit seiner Frau Italia auf der Tribüne. Fritz und Helmut Rahn, der 17 Jahre nach dem Triumph von Bern noch immer Proben seiner mächtigen Schusskraft ablieferte, standen nach dem Spiel im Mittelpunkt und mussten Autogramme schreiben. Durch die Eintrittsgelder und viele Spenden der Organisatoren kamen für einen guten Zweck schließlich 100.000 Mark zusammen.

In der Berliner Regionalliga erschien nach langer Zeit mal wieder TeBe an der Spitze. Den fünften Sieg in Folge erkämpften die Borussen mit einem 3:0 beim Neuling BSV 92. Jubin, Zwetkow und Sprenger schossen die Tore. Bei den Wilmersdorfern klagte man über einen Mangel an Betreuern und Funktionären. So musste der Vorsitzende Eberhard Wensky an der Kasse einspringen…

Als unerwartet stark entpuppte sich in den ersten Wochen die von „Spinne“ Siegert trainierte Mannschaft von Blau-Weiß 90. 1.200 Zuschauer waren an der Neuendorfer Straße verblüfft über den Angriffsschwung der Blau-Weißen, die schon bei Halbzeit 3:0 führten. Vor allem Mittelstürmer John erwies sich als Schreckgespenst für der Spandauer SV. Erst beim Stand von 0:5 traft Tylinski für die Spandauer. Am Ende feierten die Blau-Weißen einen kaum für möglich gehaltenen 6:1-Sieg. Außer Bien und Liedtke hatte John viermal getroffen! Der Stürmer stand mit 10 Toren an der Spitze der erfolgreichsten Schützen. Achtmal traf Stolzenburg (Hertha 03), je fünfmal Lindner (Wacker 04), Sprenger (TeBe) und Nerlinger (Tasmania).

Auch Meister Tasmania kam wieder besser in Schwung. Die Neuköllner hatten beim Tabellenletzten TuS Wannsee keine Mühe und siegten 5:0. Die Tore schossen Nerlinger (2), Siegmann, Jung und Usbeck. Tasmania konnte es sich leisten, Ipta für eine Halbzeit einzusetzen, obwohl der kaum trainiert hatte.

An der Tabellenspitze stand TeBe mit 11:1 Punkten vor Blau-Weiß (10:0) und Tasmania (10:2). Es folgten Wacker (7:5) und SSV (6:6). Günter Weise

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(Ausgabe Nr. 37)

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Aktualisiert (Mittwoch, 14. September 2011 um 08:36 Uhr)

 
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