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Bergers Mission Aufstieg

Schöneiches Coach will unbedingt in die Regionalliga – für ein weiteres Jahr Oberliga wird er der Germania nicht zur Verfügung stehen. Beim Unternehmen Aufstieg nicht mehr dabei ist Bastian Hohmann, der in die erste portugiesische Liga wechselt.

Von Fabian Friedmann

Gut zwei Monate ist es her, da ließ Dirk Berger die Katze aus dem Sack. Gerade hatte sein Team einen überzeugenden 5:0-Sieg gegen das mittlerweile insolvente Türkiyem gefeiert, da sprach der Germania-Trainer erstmals öffentlich vom neuen Saisonziel der Germania: „Wir wollen uns sportlich für die Regionalliga qualifizieren.“ Doch seit jener Aufstiegsrede stagniert die Leistungskurve in Schöneiche.

Davor zeigte seine Mannschaft Gala-Auftritte bei Herbstmeister Hansa II (4:1) und gegen Torgelow (4:3), als man in Unterzahl ein hochklassiges Spiel noch drehte. Doch zum Ende der Rückrunde folgte so manch schwache Partie wie das 2:5 zu Hause gegen Viktoria 89 oder das 1:1 im Derby gegen Fürstenwalde. Hauptgrund für die Unbeständigkeit war vor allem die fehlende Leistungsdichte im Kader. Während Spieler wie Siemund, Gawe, Dolezal und Kousal kontinuierlich ihr Potenzial abriefen, schwankten Akteure wie Boden, Recklet, Schulz und Schljachta zu häufig. Ausfälle konnten zudem nicht adäquat kompensiert werden.  Jetzt hat Germania nachgelegt.

Vier Neuzugänge konnte der Trainer zum Auftakt der Vorbereitung begrüßen: Stürmer André Hofer (22), Mittelfeldspieler Tomas Brezina (24, beide vom insolventen Süd-Oberligist Gera 03), der rechte Verteidiger Philipp Kulecki (21, Brandenburger SC Süd) und Innenverteidiger Maximilian Hoffmann (19, 1. FC Union II). Darüber hinaus stößt Jan Zich wieder zum Team. Der tschechische Abwehrmann musste die komplette Hinrunde wegen Verletzung aussetzen und ist so etwas wie der fünfte Neuzugang der Germania, die sich momentan im Trainingslager in der Türkei befindet.  Durch die neu gewonnene Breite im Kader ergeben sich für Berger natürlich mehr taktische Optionen. In Testspielen agierte die Abwehr zum Teil mit einer Dreierkette.

Bergers Ziel: Überzahl im Mittelfeld schaffen um das Angriffsspiel noch variabler zu gestalten, je nach Gegner auch mit einer zweiten Spitze. Um den potenziell vakanten Posten im Sturm neben dem gesetzten Miloslav Kousal (neun Saisontreffer) streiten sich derzeit Mike Kroah und Neuzugang André Hofer, der in den Tests einen guten Eindruck hinterließ. Auf Mittelfeldspieler Bastian Hohmann muss Berger dagegen in Zukunft verzichten. Der 21-Jährige spielt ab sofort in der ersten portugiesischen Liga (siehe Extra-Story).  Trotz des Hohmann-Weggangs scheint Germania gerüstet für die Mission Aufstieg.

Am Ende werden wohl die direkten Duelle gegen die Mitkonkurrenten (Hansa II, Union II, Optik, TSG, Greif, Viktoria) den Ausschlag geben für oder gegen Berger. Denn wie im November ebenfalls bekannt gegeben, wird der Coach für ein weiteres Jahr Oberliga in Schöneiche nicht mehr zur Verfügung stehen. Will die Mannschaft ihren Trainer behalten, muss es folglich eine Etage höher gehen.

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Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 5)

 

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Aktualisiert (Donnerstag, 02. Februar 2012 um 13:39 Uhr)

 
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