BFC-Fans bejubeln Rubina Kern
Vor ausverkaufter Halle gewinnt Hertha BSC das Traditionsturnier des BFC Dynamo. Für den Stimmungshöhepunkt der launigen Veranstaltung sorgt allerdings eine D-Juniorin.

Von Felix Ney
Bei der dritten Auflage des Bitburger Hallenfußball-Cups für Traditionsmannschaften freute sich Veranstalter BFC Dynamo über ein ausverkauftes Haus: 1680 Zahlende waren am Sonnabend in der Dynamo-Halle im Sportforum dabei. Das Endspiel dieses launigen Turniers gewann Hertha BSC mit 2:0 gegen Dynamo Schwerin. Den dritten Platz sicherte sich Carl Zeiss Jena mit 2:1 im Neunmeterschießen gegen Rot-Weiß Erfurt.
Vorjahressieger Lok Leipzig war nicht vertreten. Bedauerlich, dass der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden ihre Teilnahme sehr kurzfristig abgesagt hatten. Dennoch gab es einige Prominenz zu bestaunen, unter anderen Tomis-lav Piplica, Heiko Weber und Andreas Reinke. Für Gastgeber Dynamo spielten z.B. Waldemar Ksienszyk, Jörn Lenz und Hendryk Lau, während Hertha BSC (Sieger 2010) Goran Markov, Steffen Karl und Mike Lünsmann dabei hatte.
In der Gruppe A dominierte Carl Zeiss Jena. Nach drei Siegen und einem 0:0 gegen Dynamo Schwerin standen für die Thüringer 7:0 Tore zu Buche. Auch Schwerin um Ex-Bundesligakeeper Andreas Reinke erreichte das Halbfinale. Witzig war der Auftritt der „EHC Allstars“ in weiten Eishockey-Trikots der Eisbären. Die Ex-Cracks um René Bielke, unterstützt von Nico Thomaschewski und Nico Patschinski, holten immerhin zwei Unentschieden. Hertha BSC sicherte sich in Gruppe B mit einem 0:0 gegen den FC Vorwärts das Weiterkommen.
Publikumsfavorit BFC benötigte im Anschluss gegen Rot-Weiß Erfurt einen Punkt, verpasste beim 1:3 aber das Halbfinale. Nachdem beide Gastgeber-Teams in der Gruppenphase gescheitert waren, nutzte der BFC-Anhang das Einlagespiel der D-Mädchen (Finale um den Maredo-Cup), um seine Unterstützung zu beweisen. Es half, denn in der letzten Minute traf Rubina Kern zum 1:0 für den BFC gegen Lichtenberg 47 – der Stimmungshöhepunkt des Turniers. Im Halbfinale schaffte es auch Hertha BSC nicht, Tomislav Piplica in Jenas Kasten zu bezwingen.
Dem 0:0 folgte ein Neunmeterschießen - nach verunglücktem Heber von Mike Sadlo schied Jena aus, sicherte sich dann im Thüringen-Duell vom Punkt gegen die Erfurter immerhin Rang drei. Zuvor drehte im anderen Halbfinale Dynamo Schwerin gegen Rot-Weiß einen 0:1-Rückstand. Dabei traf Marquard erst zehn Sekunden vor der Sirene nach kurzer Ecke direkt in den Winkel. Im Finale trumpften die Hertha-Oldies stark auf. Schon nach 30 Sekunden bezwang Karl resolut Dynamo-Keeper Reinke. Als Lünsmann knapp eine Minute vor dem Ende das 2:0 besorgte, war die Partie gelaufen und Hertha BSC hatte sich den Titel zurückerobert.
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