1. FC Union verteidigt den Titel
Die Köpenickerinnen setzen sich erneut beim Hallenmasters der Frauen durch. Enttäuschend verlief das Turnier für Tennis Borussia.

Von Kilian Daske
Bis unters Hallendach drängten sich die Zuschauer in der Stadthalle Hohen Neuendorf. Hierhin war das zum 15. Male durchgeführte Hallenmasters verlegt worden, da die Sporthalle Schöneberg nicht zur Verfügung stand. Das soll sich im nächsten Jahr wieder ändern, denn mehr als 350 Zuschauer – zuzüglich der Funktionäre und Ehrengäste am Spielfeldrand – fasst die Hohen Neuendorfer Halle nicht.
Das Team um Lutz Kiehne und Maja Bogs hat erneut hervorragende Arbeit geleistet: Programmheft, Live-Übertragungen der Spiele in den Vorraum, Live-Ticker im Internet und eine anschließende Players Night kamen bei allen Besuchern gut an. Durch das 2:1 im Finale gegen den 1. FC Lübars gelang dem 1. FC Union etwas überraschend die Titelverteidigung. Die Pokale wurden vom Webportal soccerculture.de gesponsert. Das Sporthaus Butterfly spendierte für jedes 20. Tor einen Gutschein.
Union zittert sich ins Viertelfinale
Mit Minimalistenfußball begann die Gruppe A. 1:0-Siege von Union und Lübars folgten zwei kampfbetonte 0:0. Nach dem 0:4 gegen den BSC Marzahn war für den Qualifikationsrundensieger SV Blau-Gelb Endstation, während der BSC die nächste Runde erreichte. Mit einem 3:1-Sieg über den 1. FC Union zog der 1. FC Lübars ins Viertelfinale ein. Union hingegen musste zittern, ehe feststand, dass der Titelverteidiger als zweitbester Dritter weiter war.
Dramatisches Finale
Hohen Neuendorf unterlag in der Gruppe B nach einem klaren 5:0 über den Bezirksligisten FFC Britz überraschend mit 0:1 gegen die Spandauer Kickers, die ungeschlagen Gruppensieger wurden. Damit war der Lokalmatador im letzten Spiel gegen Dersimspor unter Zugzwang, spielte 2:2. Das bedeutete das Viertelfinale für beide Teams. Britz kämpfte tapfer, konnte aber außer im Spiel gegen Al-Dersimspor nicht mithalten.
Tennis Borussia enttäuscht
Sehr eng ging es in der Gruppe C zu. Der Adlershofer BC spielte gegen TeBe und den LFC Berlin 2:2. Anschließend enttäuschte TeBe gegen den Landesligisten SV Blau Weiss und unterlag 1:2. Nun mussten die „Veilchen“ gegen den LFC Berlin schon gewinnen, um im Wettbewerb zu bleiben, unterlagen aber deutlich mit 1:6. Auch der Adlershofer BC musste gegen den SV Blau Weiss unbedingt gewinnen, um weiterzukommen. Grunwalds Treffer zum 1:0 bedeutete für die Mariendorfer als schlechtester Dritten das Aus.
Dreimal Neunmeterschießen
Im Viertelfinale kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Zweitligisten 1. FC Lübars und dem Regionalliga-Spitzenreiter BW Hohen Neuendorf – vom Niveau her eine mögliche Endspielpaarung. Fechner brachte Lübars rund drei Minuten vor Schluss in Führung, ehe Gesang eine Minute später ausglich. Im Neunmeterschießen vergab Hohen Neuendorf drei Neunmeter und schied aus. 1:1 nach Treffern von Will (ABC) und Barsch (SpaKi) endete das Duell zwischen den beiden Berlin-Ligisten.
Das Neunmeterschießen entschied ABC-Schlussfrau Brennicke, als sie einen Neunmeter von Grunow parierte. Kaya und Kähler brachten den LFC Berlin zu Beginn der Partie gegen Union mit 2:0 in Führung. Doch dann drehte der Titelverteidiger auf. Wojtecki, Schlotte und Schumann schossen Union noch ins Halbfinale. El-Agha erzielte die Führung für Al-Dersimspor gegen den BSC Marzahn, aber Odebrecht glich kurz darauf aus. Auch hier musste ein Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Nachdem El-Agha ihren zweiten Neunmeter an den Pfosten setzte, schoss Weinholz den BSC ins Halbfinale.
Union setzt sich zweimal durch
Im ersten Semifinale konnte Lübars den starken Abwehrriegel des ABC nicht knacken. Nach dem 0:0 hielten die starken Schlussfrauen Busack (Lübars) und Brennicke (ABC) ihren Kasten sauber, bis Hagemann den letzten Neunmeter zum 1:0-Sieg für den Zweitligisten verwandelte. Das Ostderby gewann Union mit 2:1 gegen Marzahn. Leidenschaftlich setzte sich Schlotte außen durch und legte Wojtecki zum 1:0 auf. Nach dem Ausgleich durch Stegemann gelang Braumann der 2:1-Sieg für die Eisernen Ladies. Die Neuauflage des Endspiels von 2011 kontrollierten die Lübarserinnen. Nach einem schnellen Konter erzielt dann aber Unions Wojtecki das 1:0. Der Zweitligist zeigte sich jedoch nicht geschockt und kam durch einen Distanzschuss von Blenck zum Ausgleich. Doch kurz darauf setzte sich Union ein zweites Mal entscheidend durch: Auf Vorlage von Schlotte traf Müller zum 2:1 zur Titelverteidigung.
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