Croatia schafft den Hattrick
Unter dem Applaus der rund 200 Zuschauer nimmt Kapitän Vukadin den Meisterpokal entgegen. Keeper Almir Drnda beendet derweil seine glanzvolle Karriere.

Von R. Tannenberg und Rainer Fritzsche
Der SD Croatia hat zum dritten Mal in Folge die Berliner Meisterschaft gewonnen. Unter tosendem Applaus der rund 200 Zuschauer nahm Croatias Kapitän Ivica Vukadin den Meisterpokal von Präsident Bernd Schultz und dem BFV-Spielausschuss-Vorsitzenden Bernd Wusterhausen entgegen. Dabei boten die Kroaten am letzten Spieltag beim 3:3-Unentschieden gegen den Futsal-Club Berlin alles andere als eine meisterliche Leistung.
Das Ergebnis war letztlich jedoch zweitrangig, da der einzige Konkurrent im Titelkampf, Alemannia 90-Wacker, zuvor überraschend gegen United Futsal Berlin mit 3:5 den Kürzeren gezogen hatte. Damit hatten die Reinickendorfer ihre letzte Chance auf den Titel vertan. Der Tabellendritte LFC Berlin trat zum letzten Spiel gegen FK Srbija nicht mehr an. Croatia wird die Berliner Farben bei der NOFV-Meisterschaft am 25. Februar in Magdeburg vertreten. Nur der Sieger erreicht das Viertelfinale im DFB Futsal-Cup.
Für Croatias Torsteher Almir Drnda war es das letzte Spiel im BFV-Bereich. Die Torwart-„Legende“ hat erheblichen Anteil an den großen Erfolgen des Klubs in den letzten drei Jahren. Drnda gewann mit seiner Mannschaft dreimal die Berliner und die NOFV-Meisterschaft und holte zweimal den DFB-Futsal-Cup. Beim ersten Gewinn 2010 in Cottbus ebnete Drnda mit unglaublichen Paraden den Weg bis ins Finale. Man darf gespannt sein, wer in Zukunft das Tor von Croatia hüten wird.
Wie immer tat sich die Mannschaft um Teammanager Cesic schwer gegen die kompakt stehenden Clubberer und konnte in der ersten Halbzeit lediglich durch Podrygala in Führung gehen. Croatia begann in der zweiten Hälfte äußerst schwungvoll, jedoch bewies der Futsal-Club auch nach dem 0:2-Rückstand Moral und konnte durch einen Doppelpack von Dabboura bis zur 36. Minute ausgleichen. Richtig spannend wurde es in der letzten Minute. Zunächst erzielte Shuleta 40 Sekunden vor Schluss den 3:2-Führungstreffer, doch Ploch hämmerte elf Sekunden vor dem Abpfiff einen Freistoß kurz vor der 6m-Strafraumgrenze unter die Latte. Weitere sieben Sekunden später traf Podrygala noch einmal den Pfosten des von Hoppe glänzend gehüteten FCB-Tores. Der Außenseiter beeindruckte durch schnelles Konterspiel, scheiterte aber mehrfach am gut reagierenden Drnda oder vergab aus bester Position.
Im ersten Spiel des Abends überzeugte United Futsal durch eine felsenfest stehende Abwehr und schnellen Gegenzügen, mit denen sie die Abwehr der Alemannen ein ums andere Mal schwindelig spielten. Einzig und allein die Chancenverwertung war schwach. So vergaben sie allein in der ersten Halbzeit vier hundertprozentige Chancen. Dennoch ging United als überaus verdienter Sieger vom Platz und kann sich über den 7. Platz in der Abschlusstabelle freuen.
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Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 4)
Aktualisiert (Donnerstag, 26. Januar 2012 um 12:56 Uhr)






































