Virhus trifft kurz vor Ultimo
Triumph im Bezirkspokal: Sparta bezwingt in einem packenden Finale den klassenhöheren Rivalen Lichtenberg 47.

Von Kurt Gollub
Alles rechnete schon mit einem Elfmeterschießen. Da raffte sich Sparta mit letzter Kraft noch einmal zu einem Konter auf – nach 120 Minuten. Über vier Stationen lief der Ball, dem kämpferisch ohnehin herausragenden Steven Virhus blieb es vorbehalten, die Situation abzu- schließen: mit dem Tor zum überraschenden 1:0-Sieg gegen den klassenhöheren Bezirksrivalen im Endspiel um die Lichtenberger Sommermeisterschaft.
„47“-Trainer Daniel Volbert trauerte hinterher den vielen vergebenen Chancen nach. „Da muss doch auch mal ein Ball reingehen“, haderte er. Spartas Trainer Werner „Pico“ Voigt genoss derweil den Triumph. „Nachdem wir in der Vorrunde noch 0:3 verloren haben, wollten wir diesmal zeigen, was in uns steckt. Gegen einen spielerisch besseren Gegner haben wir kämpferiscvh überzeugt.“
Beide Mannschaften hatten sich hinterher ein dickes Kompliment verdient. Im ständig niederprasselnden Regen lieferten sie sich eine tempostarke, sehenswerte Partie. Packende Zweikämpfe und viele Torchancen entschädigten für so manchen Fehlpass. Besonders beim Berlin-Ligisten sah man aber auch, dass die vielen Neuen noch Zeit benötigen, um miteinander zu harmonieren.
Nach einem Abtasten in der ersten halben Stunde wurden die Angreifer auf beiden Seiten torgefährlicher. Jacobeit und Bandermann setzten sich mehrfach am linken Flügel durch, doch ihre ungenauen Eingaben fanden nicht den richtigen Adressaten. Die aufregendste Szene: Der sehr bewegliche Neuzugang Englert scheiterte am Pfosten des Sparta-Tores (38.).
Nach der Pause verhinderte Torwart Kempter, zur zweiten Hälfte für Schrödter eingewechselt, mit seinen beiden Glanzparaden gegen S. Zaumseil (80.) und Fraune (82.) das vorzeitige Aus für die „47er“. Noch in der Schlussminute der regulären Spielzeit verzog Stefan Zaumseil aus bester Position.
In der Verlängerung wurde wieder der Berlin-Ligist stärker, aber Martin Zaumseil im Sparta-Tor erwies sich als schier unüberwindbar.
Das Spielschema
Lichtenberg 47 – Sparta Lichtenberg n.V. 0:1 (0:0)
LICHTENBERG 47: Schrödter (46. Kempter) – Reiniger, Jacobeit, Lehmann, Creutzberg – Borchert (116. Boese), Bandermann, Schreck, Gusman (28. Reiß) – Götze, Englert.
SPARTA: M. Zaumseil – Tyroke, Steffen, Thiele, Herzbecker – Lüsch, Virhus, Fraune, Hollenbach – Gudra, S. Zaumseil (118. Runi)
SR: Borngräber (Fortuna Pankow) – z.Z.: 130 am Sonnabend.
TOR: 0:1 (120.) Virhus.
GELBE KARTEN:Lehmann (F), Bandermann (M) – Virhus, Gudra (beide F).
BESTE SPIELER: Lehmann, Creutzberg, Englert – M. Zaumseil, Virhus, Gudra, Hollenbach.
►Vorrunde/Halbfinale/Spiel um Platz drei: Wehrhafte Wartenberger
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Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 31)
Aktualisiert (Donnerstag, 04. August 2011 um 12:09 Uhr)





































