Der Wurm steckt in Westend
Die Charlottenburger kassieren die vierte Niederlage in Folge, während Viktoria die Spitze stürmt. Dort hat es sich bereits seit Längerem der SSV gemütlich gemacht – nun wurde ein weiterer unmittelbarer Verfolger im direkten Duell auf Distanz gehalten.

Von Lajos Metzel
Väterchen Frost lässt grüßen: Wie in der Vorwoche fand auch am zweiten Rückrundenspieltag nur ein Rumpfprogramm statt, zahlreiche Mannschaften stecken weiterhin in der Warteschleife.
Zum Beispiel Hertha BSC Amateure II, deren Spiel beim FC Nordost ausfiel. Der zur Tatenlosigkeit verdammte Herbstmeister der 2. Abteilung musste miterleben, wie er von der Konkurrenz vom Thron geschubst wurde. Viktoria 89 II gewann bei Liria und sprang vom dritten auf den ersten Platz. „Wir freuen uns über die Tabellenspitze und werden versuchen, sie so lange wie möglich zu verteidigen. Wenn es am Ende mit dem Aufstieg klappt, sind wir umso glücklicher“, so Coach Lutz Griebsch.
Viktoria profitierte vom erneuten Patzer des SC Westend 01 – beim Aufsteiger steckt der Wurm drin. Die Charlottenburger spielten eine bärenstarke Hinrunde und mussten erst am 14. Spieltag ihre erste Niederlage einstecken schlucken: Nun verlor man mit 2:3 beim SC Staaken II und fiel durch die vierte Niederlage in Folge (jahresübergreifend) vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Was ist bloß los bei Westend? „Alles im grünen Bereich“, entgegnete Trainer Christian Prestin. „Im Laufe einer Saison hat jede Mannschaft mal ein Tief, da müssen wir jetzt durch. Die Mannschaft ist auf jeden Fall intakt“, ergänzte Prestin.
Derweil entwickelt sich Staaken II zum Favoritenschreck. Vergangene Woche 3:3 bei Viktoria 89 II, jetzt 3:2 gegen Westend. „Die Mannschaften von oben scheinen uns zu liegen“, sagte SCS-Coach Daniel Kujath. „Wichtiger ist aber, dass wir gegen die Konkurrenten im Keller punkten. Denn unser Hauptaugenmerk ist nach wie vor der Klassenerhalt.“
Die zweimonatige Winterpause gut überstanden hat der Spitzenreiter der 3. Abteilung, der Spandauer SV. Die Schützlinge von Coach Murat Tik entschieden das Gipfeltreffen beim Mariendorfer SV mit 2:1 für sich, blieben damit auch im 16. Saisonspiel ungeschlagen und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus.
Da am kommenden Wochenende das Pokal-Achtelfinale auf dem Programm steht, bei dem mit dem FC Internationale (gegen TSV Rudow) und BFC Tur Abdin (gegen SF Kladow) noch zwei Bezirksliga-Vertreter mit von der Partie sind, stellt sich die Frage, ob nicht kurzfristig ein Nachholspieltag terminiert wird? Nein, sagte Spielleiter Ralf Seibt am gestrigen Sonntagmittag, „so kurzfristig setze ich nichts an.“ Damit ruht in der Bezirksliga bis zum 25. Februar der Ball – mindestens.
Topspiel
►Gipfelsieg in Unterzahl: Mariendorfer SV – Spandauer SV 1:2
Spielberichte
►1. - 3. Abteilung: Bilusjak lässt Staakens Reserve jubeln
Alles zur Bezirksliga finden Sie in der
Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 7)
Aktualisiert (Donnerstag, 16. Februar 2012 um 12:52 Uhr)
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