Start News Bezirksliga Ein Abbruch zum Auftakt

Ein Abbruch zum Auftakt

Negative Schlagzeilen zum Rückrundenstart: Ein Spieler soll einem Schiedsrichter einen Handschuh ins Gesicht geworfen haben. Für Diskussionen sorgt auch die Flut von Ausfällen. Davon unbeeindruckt schießt sich Friedenau an die Spitze.

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Von Lajos Metzel

Nach fast zweimonatiger Winterpause rollt in der Bezirksliga wieder der Ball – aber nur auf wenigen Plätzen. Schnee, Eis und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sorgten für zahlreiche Spielausfälle. Doch auch das Rumpfprogramm lieferte einige Ausrufezeichen – sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

So wurde die Partie Fortuna Pankow  gegen MSV Normannia 08 beim Stande von 1:1 in der 87. Minute von Schiedsrichter Wittchen  (BFC Dynamo) abgebrochen. Nach erhaltener Ampelkarte soll MSV-Spieler Koray Atik dem Referee einen Handschuh ins Gesicht geworfen haben. Laut Wittchen habe der Spieler anschließend versucht, auf ihn loszugehen, was dessen Teamkollegen noch verhindern konnten. MSV-Coach Michael Schmalz: „Koray hatte zuvor in Zweikämpfen zweimal einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen, was nicht geahndet wurde, da ist er ausgeklinkt. Das entschuldigt sein Verhalten natürlich nicht – aber mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte der Schiri das Spiel noch über die Bühne bringen können.“

Was bleibt sonst noch vom Auftakt hängen? Zum Beispiel der Auftritt des Friedenauer TSC, der die Gunst der Stunde nutzte und sich mit einem 5:0 an Blau-Gelb, das zur Tatenlosigkeit verdammt war, vorbei an die Tabellenspitze der 1. Abteilung schoss. Als großer Gewinner darf sich auch Hertha BSC Amateure II fühlen – obwohl der Spitzenreiter der 2. Abteilung gar nicht spielte. Die ärgsten Verfolger – Westend, Viktoria 89 II, und Lübars – ließen alle Federn. In der 3. Staffel verpassten die Spandauer Kickers (1:1 gegen Britz) den Sprung auf einen Aufstiegsplatz.

Unterdessen gehen die Meinungen der Trainer, ob bei solch widrigen Bedingungen überhaupt angepfiffen werden soll oder nicht, auseinander. Pro Spielabsage ist zum Beispiel Bülent Sanli. „Die Verletzungsgefahr ist zu groß“, sagt der Coach der SpVgg Tiergarten und verweist auf einen Testspiel-Unfall eine Woche zuvor – bei nahezu gleichen Witterungsbedingugnen hatte sich ein Gastspieler der Tiergartener einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Kein Verständnis dafür, dass es seitens des BFV keine Generalabsage gab, hatte Viktoria-Coach Lutz Griebsch: „Die meisten Spiele fallen doch aus, das ist Wettbewerbsverzerrung.“

Ganz anderer Meinung ist Ronald Slomkowski. „Das Spiel nur wegen ein paar Schneeflocken abzusagen, ist überzogen“, meinte der Trainer des Wartenberger SV und gab zu bedenken: „Was passiert denn, wenn es richtig schneit? Dann spielen wir ja erst wieder im März oder April.“

Topspiel

TSC-Express in voller Fahrt: Friedenauer TSC - Weißenseer FC II 5:0

 

Spielberichte

1. - 3. Abteilung: Koray Atik verliert die Kontrolle


 

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Aktualisiert (Donnerstag, 09. Februar 2012 um 13:30 Uhr)

 
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