Start News Berlin-Liga Jagatic will Preussen retten

Jagatic will Preussen retten

Zwei Traditionsvereine steht das Wasser bis zum Hals. Während der BFC Preussen mit neuem Coach den Abstieg verhindern will, hoffen die Reinickendorfer Füchse auf die Qualitäten eines ehemaligen Goalgetters.

Von Bernd Karkossa

Zwei Traditionsvereinen steht das Wasser bis zum Hals. Die Reinickendorfer Füchse laufen Gefahr, nach dem Abstieg aus der Oberliga gleich noch weiter durchgereicht zu werden, der BFC Preussen steht noch einen Platz schlechter da. Fünf bzw. sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz – eine Menge Holz.

Was tun die beiden Vereine, um da unten raus zu kommen? Zunächst einmal die Trainer wechseln. Bei den Füchsen passierte das bereits im November, Frank Schaaf löste Denis Drnda ab. Dass der vielzitierte neue Besen aber nicht immer gleich kehrt, diese Erfahrung musste man am Freiheitsweg machen.

Schaaf holte aus den restlichen vier Spielen nur einen Punkt. Bei den Preussen hat seit 2. Januar Miroslav Jagatic das Sagen, auch im Vorstand gab es Veränderungen. Karlheinz Ulbrich löste Frank Burow als Fußball-Chef ab, Gunnar Knebel ist sein Stellvertreter. Jagatic übernahm den Job von Michael Paulick, der erst im September den zurückgetretenen Mehmet Öztürk ersetzt hatte. Jagatic wiederum hatte Mitte Oktober bei Trabzonspor das Handtuch geworfen und die Zeit danach genutzt, um in Köln seine A-Lizenz zu machen. Nun sprüht er vor Tatendrang.

„Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt Jagatic. Am kommenden Mittwoch bestreiten die Lankwitzer ein Freundschaftsspiel bei der U 23 von Hannover 96, die von Valérien Ismaël gecoacht wird – inzwischen ein guter Freud von Jagatic. Beide haben sich auf Trainerlehrgängen kennen und schätzen gelernt. „Valérien hat mich angerufen und gefragt: ,Ey, Berliner Bratwurst, Lust auf ein Freundschaftsspiel?‘ Da habe ich zugesagt.“ Mit zwei Bussen geht es nach Niedersachsen.

Nicht mehr mit an Bord sind Yilmaz, Capolei, Kaplan, Reiß und Zimmermann, die den Verein verlassen haben. Von Trabzonspor kommen Volkan Özer und Tolga Canakci, von Altlüdersdorf Can Gurur Sarac, von Brandenburg Süd 05 Aljban Feta. Noch nicht unter Dach und Fach ist der Wechsel von Torwart Mustafa Kabakci (SF Kladow).  Auch bei den Füchsen hat sich nicht nur auf dem Trainerstuhl etwas getan. Hinter den Kulissen ließ der einstige Füchse-Coach Christian Backs, der mit dem neuen Fußball-Chef der Grün-Weißen, Klaus Ast, gut befreundet ist, seine guten Kontakte spielen. „Klar, wir mussten etwas tun“, sagt Backs, der vom BFC Dynamo den Ex-Fuchs Firat Karaduman und Richard Steiner in den Fuchsbau holt.

Neu ist auch Sascha Schrödter vom SV Altlüdersdorf, ein weiterer Mann für die Offensive, wo der größte Handlungsbedarf bestand (nur 17 Tore in 18 Spielen), sowie Torwart Philipp Schomanski (VfB/Einheit zu Pankow). Weitere Spieler sind im Gespräch. Getrennt hat man sich von den US-Boys Juckem, Jara und Jimenez sowie Kevin Blume. „Wir müssen kräftig Gas geben“, weiß Frank Schaaf, „wir brauchen mindestens 44 Punkte für den Klassenerhalt.“ Zum Rückrundenstart geht es zum Tabellenzweiten  Eintracht Mahlsdorf, die Preussen treffen auf Stern 1900.

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Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 2)

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Aktualisiert (Donnerstag, 12. Januar 2012 um 13:21 Uhr)

 
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