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Brasilianer ohne Sprachbarriere

Er kam, sah und siegte - Silvio Carlos de Oliveira scheint in der Alten Försterei keine Anpassungsprobleme zu haben und trifft gleich beim prächtig herausgespielten 3:0-Sieg gegen Heart of Midlothian.

Von Matze Koch

Silvio Carlos de Oliveira kam, sah und siegte. Obwohl der 26-jährige Brasilianer erst seit Mittwoch beim 1. FC Union mittrainiert, scheint es keinerlei Anpassungsprobleme zu geben. Bei den wenigen Einheiten vor dem Test gegen Heart of Midlothian (3:0), bei dem er mit dem Treffer zum 1:0 einen glänzenden Einstand erlebte, suchte Silvio aktiv den Kontakt zu den Mitspielern. Sprachprobleme gibt es trotz seiner südamerikanischen Herkunft nicht. „Ich lebe seit sechs Jahren mit einer Schweizerin zusammen“, erklärt Silvio in nahezu perfektem Deutsch.

Der frühere Spieler des FC Santos, FC Will 1900 und FC Lugano war zuletzt vom FC Zürich an den Zweitligisten FC Lausanne-Sports ausgeliehen worden. Verhandlungen zwischen Union und Silvio gab es schon seit Wochen. „Am 16. Mai hat Lausanne-Sports 3:1 gegen den FC Lugano gewinnen. Es war für uns eines der wichtigsten Spiele der Saison und eine sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft“, erinnert sich der am liebsten hinter den Spitzen spielende Offensivmann. „Mir ist ein Treffer gelungen, zwei konnte ich vorbereiten. Danach hat Union-Trainer Uwe Neuhaus Kontakt zu mir aufgenommen.“

Für Lausanne sind ihm 2010/11 in 28 Meisterschaftsspielen 16 Tore und zehn Vorlagen gelungen. Für den Schweizer Pokalfinalisten von 2010 war er zudem fünf Mal in der Europa League erfolgreich. Trotz einiger Angebote aus der Schweiz wollte Silvio das Land der Eidgenossen verlassen. „Ich bin sehr glücklich, in Berlin zu sein. Ich wollte unbedingt zum 1. FC Union kommen. Ich hatte fünf tolle Jahre in der Schweiz. Der Wechsel nach Deutschland ist für mich ein weiterer Schritt nach vorn“, erklärte er.  „Ich denke, dass die 2. Bundesliga von der Qualität her höher einzuschätzen ist. Der Fußball wird in Deutschland auch viel mehr gelebt als in der Schweiz. Es gibt mehr Emotionen und höhere Zuschauerzahlen.“

Natürlich hat er vor seinem Wechsel zu Union Erkundungen eingeholt. Mit seinem Landsmann Raffael von Hertha BSC konnte er eigentlich keinen besseren Informanten finden.  „Wir kennen uns, seitdem wir zusammen in der Schweiz gespielt haben“, berichtete Silvio. Von der historischen 1:2-Niederlage von Hertha BSC gegen den 1. FC Union am 5. Februar 2011 musste Raffael aber nicht viel erzählen. Silvio: „Das Spiel habe ich selbst im Fernsehen verfolgt.“

Diesen und viele weitere Artikel finden Sie in der

Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 28)

 

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Aktualisiert (Mittwoch, 13. Juli 2011 um 11:16 Uhr)

 
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