Start Magazin Berliner Fußball LFC Berlin prüft Spielabsage gegen Dynamo

LFC Berlin prüft Spielabsage gegen Dynamo

Der LFC Berlin erwägt, zum Oberliga-Heimspiel gegen den BFC Dynamo am kommenden Sonntag nicht anzutreten.

Der Vorstand des Vereins positioniert sich klar gegen jegliche Form der Gewalt in Fußballstadien und hegt Bedenken, ob die Sicherheit der Zuschauer im Stadion Lichterfelde gewährleistet werden kann.

Das für Sonntag, den 7. August, um 14 Uhr im Stadion Lichterfelde angesetzte Spiel markiert den Start des LFC Berlin in die neue Saison der NOFV-Oberliga Nord. Angesichts der Vorkommnisse beim DFB-Pokalspiel des BFC Dynamo gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende, als 200 bis 300 Personen in den Gäste-Block stürmten und Fans des Bundesligisten Kaiserslautern attackierten, rückt der sportliche Aspekt des Oberligastarts jedoch in den Hintergrund.

Der NOFV hatte die Partie bereits im Vorfeld als „bedingt störanfällig“ eingestuft und damit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingefordert. In einer Sicherheitsbesprechung mit den Verantwortlichen des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf und der zuständigen Polizeidirektion 4, Abschnitt 46 wurde der LFC Berlin dazu verpflichtet, die Fangruppen beider Vereine durch separate Zugänge und einen fest installierten Zaun zu trennen. Ein professioneller externer Sicherheitsdienst soll sich um Einlass und Betreuung der Zuschauer während der Partie kümmern.

Dem Lichterfelder FC entstehen dadurch erhebliche Kosten und Mehraufwand. Zudem ist damit zu rechnen, dass große Teile des Lichterfelder Stammpublikums der Begegnung aus Furcht um ihre Sicherheit fernbleiben werden. Der LFC Berlin ist der Verein mit Deutschlands größter Fußball-Jugendabteilung und steht seit jeher für ein familiäres, kinderfreundliches und besonnenes Umfeld. „Für Gewalt und Feindseligkeit ist im Stadion Lichterfelde absolut kein Platz“, erklärt Präsident Ulrich Brüggemann. Ob dies angesichts der Ereignisse am vergangenen Sonnabend noch gewährleistet werden kann, ist fraglich.

Der LFC Berlin weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Bedenken nicht gegen den Verein BFC Dynamo und seine Fans als solches gerichtet sind. Beide Vereine verbindet ein respektvolles Miteinander und eine vorbildliche, erfolgreiche Jugendarbeit. Solange jedoch Elemente und Personen aus dem Umfeld des BFC zu solchen Gewalttaten im Stadion bereit sind und weder von Ordnern noch Polizisten daran gehindert werden können, erscheint für den LFC ein vorbehaltloses sportliches Kräftemessen schwer vorstellbar. PM LFC Berlin

Aktualisiert (Dienstag, 02. August 2011 um 11:41 Uhr)

 
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