Oruc bringt den BSC auf Kurs
Staakens A-Jugend und Tennis Borussias B-Junioren zeigen sich ihren Ausrutschern aus der Vorwoche gut erholt. Bei den C-Junioren demontiert Hertha BSC überforderte Erzgebirgler.
Von Manfred Gräf
Zwei Mannschaften, die A des SC Staaken und die B von Tennis Borussia II, die am Vorsonntag gravierende Rückschläge einstecken mussten, zeigten sich diesmal in prächtiger Verfasung und ließen an der Berechtigung ihrer Siege keine Zweifel aufkommen. Wenn auch erst wieder nach dem Wechsel auf Touren kommend, verteidigte die A von Tennis Borussia mit einem ungefährdeten Erfolg im Stadtderby über Türkiyemspor die Tabellenführung. Die hat auch die B des 1. FC Union, trotz des Remis' in Aue, im Blick. Noch konnten die Köpenicker nicht an Hansa Rostock und 1. FC Magdeburg, die beide sichere Siege verbuchten, vorbeiziehen
Beim SV Babelsberg 03 wurde Trainer „Henne“ Lau entlassen. Nachwuchsleiter Enrico Große übernimmt kommissarisch.
A-Jugend
Chemnitzer FC – Rein. Füchse 1:0 (1:0)
FÜCHSE: Soysal – Liczbanski, Safak, Kallensee, Fidan – Cakir, Al-Moussa (80. Polat), Duncan (87. Wohlatz), Sommerfeld, Okal (75. Bakirci) – Adler.
TOR: 1:0 (28.).
Der leidgeprüfte Füchse-Trainer Ali Bagceci haderte mit dem Schicksal. Obwohl seine Mannchaft aufopferungsvoll gekämpft hatte und auch streckenweise überlegen kombinierte, kam es zu einer erneuten, vermeidbaren Niederlage. Zwingend herausgespielte Treffermöglichkeiten wurden von Duncan, Cakir, Adler sowie Sommerfeld überhastet vergeben.
SC Staaken – Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)
STAAKEN: Stiel – Mielke, Wolff, Hildebrand, Guske – Matzner (47. Top), Bakar, Thiele, Tahirovic (61. Ucar), Kohlmann (78. Müller) – Krumnow (69. Nowark).
TORE: 1:0 (16.) Kohlmann, 2:0 (36.) Krumnow, 3:0 (63.) Krumnow.
Nach der enttäuschenden Niederlage am Vorsonntag (2:3 gegen Neubrandenburg) stand Staaken, wie eigentlich gewohnt, in der Abwehr und in der Mittelreihe gut sortiert und kompakt. Dabei wurde auch Druck nach vorn ausgeübt. Der famos freigespielte, zweifache Torschütze Krumnow ließ sich von der Auer Abwehr nicht stoppen.
Türkiyemspor – Tennis Borussia 0:4 (0:1)
TÜRKIYEM: Güner – Bicen, Ilter, Seven (53. Dinc), Korkmazyürek – Bom (54. Kirik), Metoglu (75. Fichter), Dogan, Kalem, Karaman – Atici (64. Tekyildirim).
TEBE: Künnemann – Obst, Lorenz, Runge, Boyatan – Scharfenberg (46. Özcin), Schmiege, Goerigk, Sprenger (35. Kausch), Owczarek (68. Ivic) – Camara (76. Akyüz).
TORE: 0:1 (25.) Obst, 0:2 (49.) Camara, 0:3 (56.) Camara, 0:4 (66.) Owczarek.
Die Borussen kamen bis zum Seitenwechsel erneut beschwerlich in Fahrt und hätten sich über einen möglichen Rückstand nicht beklagen dürfen. Für die bis zur Pause dominanten Kreuzberger vergab jedoch Kalem seine ausichtsreiche Treffermöglichkeit. Später verstärkte TeBe mit dem eingewechselten Özcin den Angriffsschwung. Nach dem zweiten Treffer war Türkiyems Moral gebrochen und durch Camara, Kausch, Obst sowie Özcin wurden weitere hochkarätige Torchancen herausgespielt. Nur Atici hätte für Türkiyem verkürzen können.
Borea Dresden – Berliner SC 1:5 (1:2)
BSC: Wollert – Eirich, Peitz, Zeletzky, Groschk – Ben-Abdallah, Kummerow, Aysu, Jokisch – Oruc, Eusterfeldhau (65. Atabas).
TORE: 0:1 (8.) Eirich, 1:1 (12.), 1:2 (39.) Eusterfeldhaus, 1:3 (59.) Oruc, 1:4 (83.) Jokisch, 1:5 (90.) Oruc.
Gegen die deutlich überlegenen spielerischen und technischen Stärken der Berliner hatte Borea nur wenig Widerstand entgegenzusetzen. Bereits bei Groschk, Peitz und Zeletzky begann die wirkungsvolle Offensivkraft des BSC und der erneut treffsichere Oruc ließ sich am Torerfolg nicht hindern. Durch den deutlichen Sieg hat das Team von Trainer Detlef Fitzek erstmal einen sichereren Abstand zu den Abstiegsrängen hergestellt.
B-Jugend
Türkiyemspor – Tennis Borussia II 0:3 (0:2)
TÜRKIYEM: Herdem – Karasu, Tersi, Ilkimen (41. Asak), Schwitzer (41. Celan) – Ayraz (53. Cakmakcilar), Ulucay, Tastan, Akca (41. Gündüz) – Duman, Yazici.
TEBE II: Kempf – Yeboah (70. Savas), Khet-tak, Hallmann, Acik – Harangus, Lessmeister, Bektas (60. Bicen), Aslan, Alkan (41. Rötzscher) – Liebig (69. Petter).
TORE: 0:1 (20.) Liebig, 0:2 (36.) Khettal, 0:3 (43.) Bektas (Freistoß).
Aus der deftigen Schlappe des Vorsonntags (1:6 gegen Chemnitz) hatten die Borussen ihre Lehren gezogen. Im Stadtderby stand man hinten kompakt und sicher, um aus dem Zentrum mit Lessmeister über Liebig blitzschnell auf Angriff umzuschalten. Bei den einstellungsschwachen Kreuzbergern hatte lediglich Yazici eine torreife Möglichkeit gestattet.
1. FC Union – Erzgebirge Aue 1:1 (1:1)
UNION: Zitzke – Borcherdt, Schumann, Bünger (41. Skade), Häflinger – Koch, Beyer, Istvanic – Meng, Grabow (70. Brenneisen), Pritzel (78. Tuchtenhagen).
TORE: 0:1 (3.), 1:1 (20.) Pritzel.
Einige von Trainer Martin Zimmer nach Verletzungen vorgenommene personelle Umstellungen der Vierer-Abwehrreihe zeigten nur in der Anfangsphase negative Wirkung. Sie ließ sich zum raschen Rückstand noch konzeptlos überrumpeln. Danach wurde ordentlich, besonders mit Schumann, verteidigt. Der eingewechselte Brenneisen sorgte in der Schlussoffensive für Wirbel.
Chemnitzer FC – SV Tasmania 1:0 (1:0)
TAS: Zabavin – Geithner, Pham, Körner (65. Savkovic), Gürbüz – Yilmaz (41. Uere), Klose (41. Uludag), Schultze, Beyazguel – El-Hamed (54. Küc), Shigjeqi.
TOR: 1:0 (35.).
Ein abgefälschter Freistoß sorgte für Tasmanias Niederlage. Chemnitz verteidigte mit kompakter Defensive gegen die im Angriff wirkungslosen Berliner den knappen Vorsprung. Nur kämpferisch konnten beide Formationen in der höhepunktarmen Partie überzeugen.
Hertha BSC II – Berliner SC 7:1 (3:1)
HERTHA II: Atar – Engel, Moldenhauer, Beyer, Römer (63. Bohm) – Teßmann (58. Czekay), Pelivan, Sucsuz (58. Aberrahmane), Rausch, Mirbach – Hasse.
BSC: Falkowski – Yildirim, Yehia, Capar, Kameni – Ziemann, Eichhorst (52. Sae-Chew), Salantur (63. Dolovac), Blumberg (45. Oray), Runge – Ajdini (65. Freitag).
TORE: 1:0 (8.) Mirbach, 1:1 (15.) Salantur, 2:1 (17.) Hasse, 3:1 (34.) Mirbach, 4:1 (60.) Hasse, 5:1 (64.) Hasse, 6:1 (72.) Czekay, 7:1 (73.) Mirbach.
Noch nicht einmal andeutungsweise wich Herthas Team von Trainer Frank Vogel vom Weg ständiger Überlegenheit ab. Gegen die Treffsicherheit der dreifachen Torschützen Mirbach und Hasse, die mit dominanten Kombinationen in Szene gesetzt wurden, fand der Berliner SC keine probaten Mittel. Erschwerend für alle Akteure waren die teilweise heftigen Windböen auf dem Kunstrasenplatz im Olympiapark. Mit flacher Ballführung stellten sich die Herthaner erstaunlich schnell darauf ein.
C-Jugend
Hertha BSC – Erzgebirge Aue 10:1 (6:0)
HERTHA: Aulig (36. Wiesner) – Konrad, Kraeft, Torunarigha, Häußler (36. Mastalerz) – Tezel (36. Blumberg), Klehr (36. Ramlow), Bektic (36. Blaske), Galleski – Pronitchev (36. Sakar), Schultz (36. Brömer).
TORE: 1:0 (6.) Bektic, 2:0 (7.) Pronitchev, 3:0 (10.) Schultz, 4:0 (17.) Schultz, 5:0 (19.) Pronitchev, 6:0 (24.) Pronitchev, 6:1 (29.), 7:1 (43.) Galleski, 8:1 (55.) Sakar, 9:1 (58.) Brömer, 19:1 (70.) Blumberg.
Zum munteren Torreigen gegen die überforderten Erzgebirgler kombinierte Hertha ballsicher und zwingend. Auch die von Trainer Ante Covic zur Pause vorgenommenen Spielerwechsel unterbrachen den Spielfluss nicht. Schiedsrichterassistentin Franziska Bartels blieb im Kunstrasen hängen und wurde mit einer Knöchelverletzung, von einem Notarzt sowie vielen Genesungswünschen begleitet, ins Krankenhaus transportiert.
Diesen und viele weitere Artikel in voller Länge finden Sie in der
Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 48)
Aktualisiert (Donnerstag, 01. Dezember 2011 um 12:36 Uhr)






































