Ademi dreimal zur Stelle
Heftige Packung und großer Widerstand: Hertha BSC und Hertha 03 trafen an diesem Wochenende sowohl in der A- als auch in der B-Jugend aufeinander.

A-Jugend
Von Denis Roters
Mit einem gerechten Unentschieden verabschiedeten sich beide Herthas in die Winterpause. Obwohl das letzte Spiel des Jahres torlos blieb, war es dabei keinesfalls langweilig, sondern bot, ohne dabei übermäßig viele Torchancen zu beinhalten, jederzeit spannenden Fußball.
Den besseren Start erwischten die Hausherren, die von Beginn an versuchten, mit schnellen Angriffen zu einem frühen Führungstreffer zu kommen. Die hervorragend stehende Zehlendorfer Abwehr ließ im Strafraum jedoch nur wenig anbrennen, so dass die Herthaner gezwungen waren, mit Fernschüssen ihr Glück zu versuchen. Dabei scheiterten Gündüzer (8.) und Brinsa (29.) jedoch wegen des Mangels an Zielgenauigkeit. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die bislang nur reagierenden Gäste dazu, auch eigene Akzente zu setzen. Fast hätte es sogar zur Führung gereicht, doch Bonneck verfehlte am langen Pfosten nach einer schönen Flanke von Ekici knapp den Ball und damit auch das Tor (42.).
Das ausgeglichene Spiel mit zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten, setzte sich auch im weiteren Spielverlauf nach der Pause fort und steigerte sich ab der 70. Minute zu einem offenen Schlagabtausch.
Beide Mannschaften wollten sich die Führung erkämpfen. Trotz des hohen Einsatzes blieb das von Schiedsrichter Burda souverän geleitete Spiel dabei aber erstaunlich fair. Kurz vor Schluss hätte es fast doch noch zum Siegtreffer für Hertha BSC gereicht, doch Borowski scheiterte aus wenigen Metern am hervorragend parierenden Torwart Machalski (88.).
Auch wenn zum Abschluss der Hinrunde kein Sieg für seine Mannschaft heraussprang, war Rene Tretschok, der Trainer von Hertha BSC; mit den Ergebnissen in der Hinrunde nicht unzufrieden: „Meine Mannschaft hat ordentlich gearbeitet. Wir haben aber in der Rückrunde sowohl in der Liga als auch im DFB-Pokal-Halbfinale noch viel vor.“ Für die im Abstiegskampf steckenden Zehlendorfer ist ein Punkt als Ausbeute nicht schlecht, doch Trainer Sebastian Hoeneß sah nach dem Abpfiff das Ganze mit gemischten Gefühlen: „Einerseits kann man mit einem Punkt bei Hertha BSC sehr zufrieden sein, auf der anderen Seite wäre aber eventuell sogar mehr drin gewesen.“
Das Spielschema
Hertha BSC – FC Hertha 03 0:0
HERTHA BSC: Otremba – Petrovic, Horoszkiewicz, Lenz (46. Kolmistr), Binting – Zingu (46. Klug, 55. Gehring), Fiegen (75. Kuhlmey), Regulski, Borowski – Brinsa, Gündüzer.
ZEHLENDORF: Machalski – Klötzing, Dem, Stüwe, Cakmakczi – Bonneck, Özdil – Ekici (88. Dombrowe), Oschmann – Bassmann (81. Gül), Uzan (71. Kalyoncu).
SR: Burda (SC Staaken) – Z: 100.
GELBE KARTEN: Binting – .
BESTE SPIELER: Gündüzer, Regulski – Uzan, Machalski.
B-Jugend
Von Manfred Gräf
Da kehrte der Zehlendorfer Coach Wolfgang Damm an seine alte Wirkungsstätte zurück und musste eine deutliche Niederlage schlucken. Doch klagen wollte der Trainer und langjährig erfolgreiche Scout von Hertha BSC darüber nicht. Zu bewusst waren ihm die spielerischen Stärken sowie die Variationsmöglichkeiten des Tabellenführers, mit denen Trainer Andreas Thom taktieren kann. Nur wenn seine Mannschaft, wie phasenweise in der ersten Halbzeit, dem tempostarken Spielfluss vom Kombinationsquartett – Kohls, Mukhtar, Koerber und Ademi – auf Dauer hätte folgen können, wäre zumindest nach dem Ausgleichstreffer eine kleine Überraschung möglich gewesen.
Davon allerdings waren die Zehlendorfer weit entfernt. In allen Phasen besaß Hertha BSC die angemessenen Mittel zur Tempoverschärfung. Allein Gassen und Holecska sowie Hopprich, der sich bei der am Ende fruchtlosen Bekämpfung von Mukhtar förmlich aufrieb, konnten annähernd Paroli bieten und unterstrichen ihre führenden Rollen im Team des Tabellenletzten. Doch ernsthaften Widerstand vermochten sie nach dem Seitenwechsel auch nicht mehr entgegen zu setzen. Die Zehlendorfer kamen nach dem Pausentee zu keiner einzigen torgefährlichen Aktion mehr und der bei eisigem Wind bibbernde Torhüter Gersbeck wurde nur noch durch gelegentliche Rückpässe „warm gehalten“.
Gelungen und kaum zu unterbinden waren derweil die die räumlichen Verschiebungen, die in der Offensive Ademi, Scheffler und Rabiega vornahmen. Selbst die eingewechselten Malik und Yesilli setzten später das von Kohls und Mukhtar erfolgreich inszenierte Konzept um. Gestützt wurden ihre Varianten von einer sattelfesten Abwehr. Regäsel und Koerber sowie bis zu ihrer Auswechselung Syhre und Mannsfeld trumpften zudem konzentriert auf.
Das Spielschema
Hertha BSC – FC Hertha 03 5:1 (2:1)
HERTHA BSC: Gersbeck – Mannsfeld (66. Malik), Syhre (52. Rohloff), Regäsel, Koerber – Kohls, Owusu, Mukhtar – Scheffler (62. Yesilli), Ademi, Rabiega (74. Madariaga).
HERTHA 03: Bredlow – Kant, Tees, Wuthe, Holecska – Berlinghieri (41. Günes), Günenc (70. Kahraman), Gassen, Hopprich, Coskun (41. Abaga Eyi) – Cabuk (65. Beyazit).
SR: Skorczyk (Salzgitter) – Z: 120.
TORE: 1:0 (8.) Ademi, verlängert mit flachem Roller ein genaues Mukhtar-Zuspiel; 1:1 (16.) Gassen, Lupfer über Torhüter Gersbeck nach Steilpass von Hopprich; 2:1 (27.) Ademi, vollendet halbhoch einen Scheffler- Querpass; 3:1 (46.) Scheffler, aus Nahdistanz nach Kombination über Mukhtar und Ademi; 4:1 (49.) Mukhtar, flach ins Eck nach Zuspiel von Kohls; 5:1 (77.) Ademi, verwertet aus Nahdistanz eine Malik-Vorlage.
GELBE KARTEN: Keine.
BESTE SPIELER: Kohls, Ademi, Mukhtar, Koerber – Gassen, Holecska, Hopprich.
Diesen und viele weitere Artikel in voller Länge finden Sie in der
Fußball-Woche (Ausgabe Nr. 50)
Aktualisiert (Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 13:39 Uhr)






































