Start Jugend Barmer-Pokal 1. FC Union zwei Mal erfolgreich

1. FC Union zwei Mal erfolgreich

Bei den B-Mädchen kann der 1. FC Lübars triumphieren

Barmer-Pokal

B-Mädchen - Finale

Von Julian Graeber

Die Wende in einem jederzeit knappen, umkämpften Spiel kam mit dem fünften Elfmeter des 1. FC Union. Einwechslerin Saalfrank hätte mit einem Treffer den Pokalsieg der  Eisernen perfekt machen können, traf jedoch nur die Latte. Nun schlug die große Stunde von Jennifer Duckwitz: Erst trat die Torhüterin selbst am Punkt an und verwandelte souverän wie Turbine-Torfrau Anna Felicitas Sarholz im Champions League-Finale 2010, dann hielt sie auch den schlecht geschossenen Elfmeter von Ahlswede und krönte sich damit nach einer nicht wirklich fehlerlosen Leistung in der regulären Spielzeit zur Heldin dieses Endspiels.

Die 80 Minuten waren zuvor meist durch großen Kampf geprägt, wobei spielerisch bei beiden Mannschaften auf schlechtem Geläuf wenig zusammenlief. „Dass wir auf diesem Rasen kein Kurzpassspiel à la Barcelona aufziehen konnten, war klar. Deshalb wollten wir einfach spielen und haben das teilweise mit langen Bällen sehr gut umgesetzt“, zeigte sich Lübars-Trainer Jens Baeseler hochzufrieden mit seinen Pokalsiegerinnen. Sein Gegenüber Sven Fiedler lobte zwar die Moral und die Kampfbereitschaft seiner Elf, war aber insgesamt nicht zufrieden: „Im Elfmeterschießen kann man verlieren, wir fanden aber vorher spielerisch nie zu unserer Linie. Da hat oft die letzte Konsequenz gefehlt.“

Auf den Führungstreffer der Nordberlinnerinnen kurz vor der Halbzeit antwortete der 1. FC Union postwendend. Nicht mal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, als Draß eine hohe Hereingabe von der rechten Seite unglücklich ins eigene Netz lenkte. Als alles auf das Elfmeterschießen hindeutete, fabrizierten auch die Köpenickerinnen ein Eigentor, konnten drei Minuten vor dem Ende jedoch nochmals ausgleichen. Im Elfmeterschießen hatte schließlich Jennifer Duckwitz ihren großen Auftritt und wurde von ihren Mitspielerinnen gebührend gefeiert.

Das Spielschema

1. FC Lübars – 1. FC Union i.E. 4:3 (2:2, 1:0)

LÜBARS: Duckwitz – Draß (64. Ebel), Juhnke, Rebholz, Gawenda – Behrends, Sange, Zweidorff – Nagel (73. Eichberger), Dey, Stauch.

UNION: Ducki – Hundt (49. Saalfrank), Poser, Rackow, Borsche – Ahlswede, Schneider, Schumann, Kegel – Schulte (57. Trommer), Wojtecki.

SR: Sträter (SF Kladow) – Z.: 180.

TORE: 1:0 (38.) Stauch; 1:1 (41.) Draß, Eigentor; 2:1 (71.) Rackow, Eigentor; 2:2 (77.) Schneider.

ELFMETERSCHIEßEN: Ducki hält gegen Sange, Duckwitz hält gegen Schumann, 1:0 Behrends, 1:1 Rackow, Dey verschießt, 1:2 Schneider, 2:2 Ebel, 2:3 Trommer, 3:3 Rebholz, Saalfrank an die Latte, 4:3 Duckwitz, Duckwitz hält gegen Ahlswede.

GELBE KARTEN: Rebholz (F) – Schneider (U).

BESTE SPIELER: Dey, Duckwitz, Sange, Zweidorff – Borsche, Schneider, Wojtecki.

C-Mädchen - Finale

Von Denis Roters

Die lautstarken Zuschauer sahen ein bis zum Schlusspfiff spannendes und packendes Finale, in dem die eine Spielklasse tiefer spielenden Neuköllnerinnen über die gesamte Spielzeit den Unionerinnen auf Augenhöhe begegneten. Technisch stark arbeiteten sie sich immer wieder bis zum Strafraum der Köpenicker vor, während diese versuchten, mit Steilpässen und Tempogegenstößen die sehr sicher stehende Grün-Weiße Abwehr zu knacken. In der 12. Minute gelang dies auch erstmals nach einem sehenswerten Treffer. Das Tor zählte jedoch nicht, da das Schiedsrichtergespann auf Abseits erkannte.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich das Spiel immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften, die trotz großen Siegeswillens zu jeder Zeit fair agierten. Zur Spielerin des Tages avancierte am Ende die zweifache Torschützin Josephine Jatzlau. Dies sah auch ihre glückliche Trainerin Ailien Poese so: „Ich freue mich riesig über Josephines Tore, aber natürlich auch insgesamt über die Leistung aller meiner Spielerinnen. Wir hatten mehr Spielanteile und haben deshalb verdient den Pokal geholt.“ Ihr Gegenüber Helge Kappheim war mit seiner Mannschaft ebenso zufrieden: „Wir standen zu Recht im Finale, denn wir und Union sind die beiden stärksten Teams in Berlin. Union hat zwar verdient gewonnen, aber nächstes Jahr wollen wir wieder im Finale stehen und dann den Pokal auch gewinnen”.

Das Spielschema

1. FC Union – Grün-Weiss Neukölln 2:0 (1:0)

UNION: Menzel – Lietz, Lux, Görsdorf, Marinowski – Mahnke, Illmann, Pflicke, Fuhrmann – Overwetter, Gehl. Eingewechselt: Jatzlau, Ziebruch.

NEUKÖLLN: Knüppel – Hüttich, Werchosch, Arnd, Lorenz – Hornung, Waibel, Gloger, Kapheim – Brück, Lück. Eingewechselt: Hempel, Dilek, Grützmacher.

SR: Jetzlaff (Friedenauer TSC) – Z: 200.

TORE: 1:0 (34.) Jatzlau, aus 15 Metern in den Winkel; 2:0 (60.) Jatzlau, gute Einzelleistung.

BESTE SPIELERINNEN: Jatzlau, Lux - Lück, Kapheim.

D-Mädchen - Finale

Von Denis Roters

Als nach dem Spiel die siegreichen Unionerinnen mit selbst gemalten T-Shirts ein Spruchband mit der Aufschrift „Julia wir lieben dich“ für Julia Wigger präsentierten, kamen der Trainerin die Tränen: „Ich war total gerührt. Die Mannschaft wird nach dieser Saison auseinandergehen, weil die meisten in den höheren Jahrgang wechseln. Es ist toll zu sehen, dass sie mich genau so sehr lieben wie ich sie.“

In der Partie, in der Stern das Spiel lange Zeit spannend hielt, überzeugten die Köpenickerinnen ebenso wie wie nach dem Spiel. Allem voran die gefährliche Emini konnte von den Steglitzern nur selten komplett ausgeschaltet werden. Stern versuchte trotzdem immer wieder, durch schnelle Angriffe für Unruhe in der Köpenicker Defensive zu sorgen. Lediglich im Abschluss fehlte ein wenig das Glück. Für Stern-Coach Werner Maass war die Niederlage aber kein Beinbruch: „Wir haben ein gutes Verhältnis untereinander, daher bin ich nicht böse über die Niederlage. Ich denke, das Spiel war eine tolle Werbung für den Mädchenfußball.“

Das Spielschema

1. FC Union – SFC Stern 1900 5:1 (3:1)

UNION: Struck – Sturm, Schindler, C. Jester – N. Jester, Müller – Emini, Pankatz. Eingewechselt: Sohr, Leumann, Nokshiqi, Kalmus.

STERN: Geserick – Richter, D. Orschmann, K. Orschmann - Altmiks, Roth, Zastrow - Henkel. Eingewechselt: Hermel, Laurentius, Rohm, Heidrich.

SR: Waegert (VfB Hermsdorf) – Z: 170.

TORE: 1:0 (6.) Emini, nach langem Zuspiel in die Spitze flach in die linke Ecke; 2:0 (12.) Emini, Fernschuss knapp hinter der Mittellinie senkt sich direkt unter die Latte; 2:1 (17.) Hermel; 3:1 (28.) Pankatz, Flachschuss; 4:1 (38.) N. Jester, Kopfball nach Ecke; 5:1 (52.) N. Jester, nach sehenswertem Solo.

BESTE SPIELERINNEN: Emini, N. Jester – Hermel, Henkel.

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Aktualisiert (Donnerstag, 23. Juni 2011 um 12:01 Uhr)

 
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